Energieberatung Allgemein
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Ziel einer Energieberatung ist es jene Energieverluste welche einerseits das Gebäude und andererseits die im Gebäude installierten Haustechnikanlagen (Beleuchtung, Elektrogeräte, Heizungs-, Solar- und gegebenenfalls Lüftungsanlagen) aufweisen zu verringern.
Dabei muss aber vorausgeschickt werden dass für den Energieverbrauch des gesamten Gebäudes auch das Verhalten des Nutzers, also des Bewohners, von großer Bedeutung ist. Das Endziel einer Energieberatung ist somit nicht nur sinnvolle Gebäude- und Anlagensanierungsmaßnahmen vorzuschlagen sondern auch den Bewohnern des Gebäudes durch Tipps und Hinweise eine energiesparende Lebensweise zu übermitteln. Letzteres hingegen muss nicht – und wird auch nicht - gezwungenermaßen zu einem Verlust an Bequemlichkeiten führen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Energieberatung ist, dass die Bewohner die vorgeschlagenen verhaltensorientierten Maßnahmen mit Motivation umsetzen.
Die mit Sicherheit wesentlichsten Aspekte einer Energiesparmaßnahme sind die Reduzierung der Betriebskosten für die Heizung (Öl, Gas, Holz, Fernwärme etc.) sowie für den Stromverbrauch. Damit werden Geldmittel für andere Anschaffungen, die man möglicherweise benötigt, frei.
Der zweite wesentlichste Punkt ist die mit der Sparmaßnahme einhergehende wichtige Reduzierung des Treibhausgases CO2. Dieses Gas wird vor allem bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen freigegeben. Und nachdem in Italien sehr viele Kraftwerke mit Öl und Gas befeuert werden ist auch Strom mit einer hohen CO2-Emission behaftet was sich vor allem im sogenannten Primärenergiekennwert auswirkt.
Durch das Energiesparen aber setzt man auch Maßnahmen um von zukünftigen Energiekosten nicht überrollt zu werden. Daher:
Energiesparen = nicht nur sparen sondern auch beitragen
Beitragen nämlich am Umweltschutz und an der Reduzierung des Rohstoffverbrauchs (damit die Ur-Enkeln auch noch auf diese Rohrstoffe zurückgreifen können). Somit sollte unser oberstes Gebot sein unsere Altbauten anlagentechnisch zu sanieren (Heizung, Beleuchtung und Elektrogeräte) sowie vor allem zu dämmen. Als meist nicht beachtete Konsequenz einer Dämmmaßnahme folgt dann nämlich auch immer wieder etwas, womit ratsuchende Wohnungsbesitzer eigentlich gar nicht rechnen: neben der gewünschten Energieeinsparung erhöht sich gleichzeitige die Behaglichkeit im Eigenheim.
Diese Behaglichkeit ergibt sich weil die Oberflächentemperaturen von gedämmten Außenwänden, Außendecken und/oder Böden wesentlich höher als bei ungedämmten Bauteilen liegt und somit weniger Temperaturassymetrien entstehen (d.h. geringe Temperaturdifferenzen zwischen der Raumtemperatur und den Oberflächentemperaturen der Bauteile). Durch die Verwendung von modernen, dichten Fenstern wird ebenfalls die Behaglichkeit erhöht da die sonst üblichen Luftzug Erscheinungen nicht mehr auftreten. Im folgenden Diagramm wird dies verdeutlicht:
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Das Diagram veranschaulicht, dass bei einer für Altbauten charakteristischen Wandoberflächentemperatur von 16°C eine Raumtemperatur von 23°C erforderlich ist damit man sich im Raum wohl fühlt (bei noch tieferen Oberflächentemperaturen, wie sie bei Altbauten durchaus auftreten können, ist die Behaglichkeit auf alle Fälle eingeschränkt). Eine Raumtemperatur von 23°C bedeutet aber auch wesentlich höhere Heizkosten als bei 20°C. Energiesparen bedeutet auch eine Vermeidung von Bauschäden (z.B. Feuchteeintrag durch Schlagregen, Schimmelbildung in den Räumen, etc), vor allem aber führt Energiesparen zu einer Aufwertung der Immobilie die monetarisch gar nicht vernünftig bewertbar ist. |
In welchem wärmetechnisch schlechten Zustand sich Altbauten oft befinden wird durch Aufnahmen mittels Wärmebildkamera in der Heizperiode verdeutlicht (siehe folgende Fotos unten): hohe Energieverluste werden durch Rot- und Gelbtöne verdeutlicht, geringe hingegen durch Grün- und Blautöne.
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Typische Thermografie eines Altbaus
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Typische Thermografie eines Neubaus bzw. eines thermisch sanierten Altbaus |
Eines allerdings darf man bei der Betrachtung aller Argumente zum Thema Energiesparen nicht außer acht lassen: die Gefahr eines Lieferengpasses der Dienstleistung Energie gekoppelt mit extrem hohen Preisen. Somit wird empfohlen sobald als möglich die Gelegenheit zu ergreifen und Maßnahmen zu setzen um die Energieeffizienz des Gebäudes langfristig in die richtigen, verantwortungsvollen und letztendes auch kostensparenden Bahnen zu lenken.
Es ist ein großer Irrtum davon auszugehen dass das Energieeinsparpotenzial eines Gebäudes durch den Ausbau des Öl- oder Gaskessels und den Anschluss des Gebäudes an ein Fernwärmenetz ausreichend ausgeschöpft ist. Damit ist eigentlich gerade einmal der Anfang gemacht. Geht man davon aus, dass das mögliche Einsparpotenzial eines Gebäudes einschl. Betriebsstrom und Beleuchtung bei ca. 75%-80% des Energieverbrauches liegt (Faktor 4-5) wird rasch klar dass die 7%-15%ige Einsparung durch den Austausch des alten Öl/Gaskessels durch einen Fernwärmeanschluss nur ein Bruchteil des Erzielbaren ist.
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