Energieberatung Konkret

 

 

 

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Energieberatung ist heute mehr denn je ein wichtiger Faktor in Bezug zu Energie.

Dazu einige Fragen mit Antworten:

 

 

Was wird durch eine effiziente Energieberatung erreicht?

 

Durch eine Energieberatung werden

 

• die energetischen Schwachstellen eines Gebäudes sichtbar gemacht

• mögliche Bauschäden/-mängel aufgezeigt

• Hinweise darüber gegeben wie durch geändertes Nutzerverhalten Energie effizient
  eingespart werden kann

• nicht nur die Energieverluste der Gebäudehülle (also der Mauern, Böden, Dächer,
  Fenster, etc.) sondern auch jener der Heizungsanlage (Kessel, Boiler, Pumpen,
  Rohrleitungen, Heizkörper etc.), die meist nicht unbedeutend sind,  aufgezeigt

• alle sinnvolle Möglichkeiten für Dämm- und Sanierungsmaßnahmen erfasst

• Kosten und Amortisierung verschiedener Vorschläge zur Energieeinsparung errechnet

• Dämm- und Sanierungsmaßnahmen nach Priorität und Kosteneffizienz
  aufgeschlüsselt

• die umweltbelastenden Schadstoffmengen ermittelt welche ein Gebäude durch eine
  ineffiziente Gebäudehülle

 

 


 

 

Was ist der Unterschied zwischen Dämmmaßnahmen und Sanierungsmaßnahmen?

 

Unter Dämmmaßnahmen versteht man im Allgemeinen die Anbringung einer Dämmung an/in einem Gebäude. Dies kann eine Außenwanddämmung, eine Kellerdeckendämmung, eine Dämmung des Daches/der letzten Decke, etc. sein.


Unter Sanierungsmaßnahmen hingegen versteht man im Allgemeinen die Sanierung der Haustechnik, in erster Linie somit also die Sanierung der Heizungsanlage, sowie des Gebäudes, also die Behebung von Baumängel. Weiters versteht man darunter den Austausch der Fenster und/oder Türen sowie der Verbesserung der Energieeffizienz eines weiteren Teils der Haustechnik, nämlich der Elektroanlage (Beleuchtung, Stand-by, Küchen- und Haushaltsgeräte, etc.).

 

 


 

 

Wo sind die größten Energieverluste in einem Gebäude?

 

Eine so nicht leicht zu beantwortende Frage. Dieselbe Frage könnte nämlich auch lauten: wie lange ist ein Stück Holz?

Potenzielle Energieverluste können bei folgenden Bauteilen auftreten:

 

• Fenster

• Außenwand

• Dach/letzte Decke

• Decke zum Keller/zur Tiefgarage


Dazu gesellen sich auch noch Wärmebrücken die besonders an folgenden Stellen auftreten:

 

• Rollokästen

• Balköne

• Terrassenböden/Terrassenwände

• Überstehende Decken und Böden

• Mauerfortsätze

• Anschluss von Innen- und Außenmauern an Decken


Bei der Haustechnik sind unten genannte Komponenten besonders verdächtig:

 

• Kessel mit Brenner und – meist fehlender oder fehlerhaft funktionierender
  Regel- und Steuerungsanlage

• Rohrleitungen

• Pumpen

• Heizkörper (Ventile, Einbausituation, veraltete Thermostatköpfe)

• Beleuchtungen

• Stand-by der Elektrogeräte

 

 


 

 

Welche sind die wichtigsten messbaren Auswirkungen durch Dämm- und Sanierungsmaßnahmen?


Die messbaren Auswirkungen von Dämmmaßnahmen sind

 

• die Senkung des Energiebedarf und somit der Energiekosten

• eine Reduzierung der CO2-Emissionen sowie anderer Schadstoffe

 

 


 

 

Gibt es auch andere, nicht messbare, Auswirkungen von Dämm- und Sanierungsmaßnahmen?


Durch Dämmmaßnahmen wird

 

• das Wohlfühlen im Eigenheim verbessert

• der Wert der Immobilie steigen

• die Lebensdauer einer Immobilie verlängert

• Bauschäden behoben

 

 


 

 

Ist es nicht genug einfach meine undichten Fenster auszutauschen?

 

Durch den Ausbau der alten, undichten Fenster wird auch eine „automatische Lüftungsanlage“ ausgebaut von der man nie bewusst wusste dass man sie immer schon hatte – allerdings als unkontrollierte Lüftungsanlage. Solange die alten Fenster eingebaut waren stellte sich durch den sich immer wieder ändernden Luftdruck eine automatische Durchlüftung des Gebäudes ein. Dadurch brauchte man möglicherweise gar nicht oft lüften: die Fenster taten das schon die ganze Zeit.
Wenn nun neue Fenster eingebaut werden, dann ist die automatische Lüftungsanlage auch weg, nun muss wieder manuell gelüftet werden. Je nach Jahreszeit alle 2 Stunden für 5-20 Minuten, 24 Stunden am Tag also.

 

 


 

 

Und wenn ich das Fenster unter Tags einfach gekippt lasse und die Heizung abschalte?

 

Das wäre fatal. Dann nämlich kühlen sich nicht nur die Raumluft ab sondern auch die Wände. Danach kommt es immer wieder zu Schimmelbildung – obwohl man immer gelüftet hat. Der Grund dafür: die von den Bewohnern in der Nacht abgegebene Feuchte wird zuerst von der Luft aufgenommen, an den kalten Wandoberflächen aber kondensiert die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit dann aus und bietet so den Schimmelsporen Nährböden – daher: äußerste Vorsicht beim Fensteraustausch in Altbauten – immer einen Fachmann befragen. Aber auch wenn man die Heizanlage eingeschaltet lässt verbessert sich die Situation nicht, im Gegenteil. Denn dann verschwindet die gewärmte Luft rasch und unauffällig durch das gekippte Fenster.

 

 


 

 

Wovon ist ein optimales Wohlgefühl in einem Raum abhängig?

 

Wohlgefühl in einem Raum ist abhängig von verschiedenen Faktoren: der Luftfeuchte, der Raumtemperatur und der Umgebungstemperaturen. Es gibt auch noch andere Faktoren (z.B. Luftgeschwindigkeit und Luftqualität, etc.) auf diese wird aber hier nicht eingegangen.

 

Raumluftfeuchte: ist die Luftfeuchte zu hoch/zu niedrig wird man sich sehr rasch unwohl fühlen. Entweder beginnt der Hals zu kratzen oder es wird unangenehm schwül.

 

Raumtemperatur: auch hier ist es – wenn die Raumtemperatur für sich alleine steht - vorläufig klar: es ist in einem Raum entweder zu kalt, zu warm oder es passt. Je nach Raumluftfeuchte aber können auch 20°C Raumtemperatur unbehaglich sein wenn die Raumluftfeuchte bei nur 20% liegt (siehe Diagramm unten links).

 

Umgebungstemperatur: dies ist die Temperatur der den Bewohner umgebenden Wände, Böden und Decken. Diese Bauteile strahlen ihre Energie auf den Bewohner der diese Strahlungen wahrnimmt. Bauernöfen sind deswegen so angenehm weil sie Energie, die wir als Wärme empfinden, abstrahlen während wir einen Aufenthalt in einem Stiegenhaus aus Beton beispielsweise als unbehaglich empfinden da in solchen Räumen Energie, die wir als Kälte empfinden, abgestrahlt wird. Je Kälter eine Mauer/Decke/Boden an der Rauminnenseite ist, umso höher muss die Raumtemperatur sein damit es behaglich ist. Mit anderen Worten: je kälter die Mauer/Decke/Boden ist um so höher muss die Raumtemperatur sein damit sich halbwegs ein Gefühl der Behaglichkeit einstellt.

 

 

Diagramm    diagramm



Behaglichkeit in Abhängigkeit von
Luftfeuchte und Lufttemperatur
Raumtemperatur und 
Wandoberflächentemperatur

 

 

 

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